NAG - Steuerberatersozietät
 

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Steuergesetze:

 

Alle Steuererklärungsfristen werden verlängert

Ab dem Steuerjahr 2017 gilt eine neue Frist für alle Steuererklärungen: Diese müssen dann erst bis zum 31. Juli des Folgejahres (für die Steuererklärung 2017 also bis zum 31. Juli 2018) beim Finanzamt eingehen. Wenn Sie einen Steuerberater mit der Erstellung der Steuererklärung beauftragen, hat dieser künftig bis zum 28/29. Februar des übernächsten Jahres Zeit, die Steuererklärungen abzugeben. Für die Steuererklärung 2017 wäre also der 28./29. Februar 2019 Fristende.

 

Verspätungszuschläge drohen schneller

Mit der Verlängerung der Abgabefristen wird auch der Verspätungszuschlag im Steuergesetz neu geregelt. Ob ein Verspätungszuschlag festgesetzt wird, entscheidet nach wie vor der Bearbeiter im Finanzamt. Ausschlaggebend ist dabei aber künftig nur noch das Nicht-Einhalten des Abgabetermins. Der Verspätungszuschlag droht auch dann, wenn die Steuer 0 Euro (Nullfestsetzung) beträgt oder es gar zu einer Steuererstattung kommt. Bei der erstmaligen Verspätung wird in der Regel ein Auge zugedrückt – es sei denn, dass es zu einer größeren Steuernachzahlung kommt.

 

Das Steuergesetz gibt die Berechnung des Verspätungszuschlags vor. Bei Jahressteuererklärungen beträgt dieser für jeden angefangenen Monat der Verspätung 0,25 % der Steuernachzahlung, mindestens jedoch 25 EUR je Monat. Durch diese detaillierte Vorgabe im Steuergesetz sollen Rechtsstreitigkeiten vermieden werden.

Außerdem werden durch die Mindestbeträge künftig auch Fälle mit Nullfestsetzung oder Steuererstattung nicht vom Verspätungszuschlag verschont.

 

Belege müssen nicht mehr zwingend vorgelegt werden

Eine erhebliche Vereinfachung dürfte die Neufassung des Steuergesetzes in Bezug auf die Belegvorlage sein. Der Grund: Künftig müssen mit der Steuererklärung keine Belege mehr eingereicht werden. Das Finanzamt kann die Unterlagen aber bei Bedarf anfordern. Damit wird aus einer Belegvorlagepflicht eine Belegvorhaltepflicht.

 

Natürlich steht es Steuerzahlern nach wie vor frei, Belege freiwillig an das Finanzamt zu übermitteln. Das kann beispielsweise dann empfehlenswert sein, wenn man ungewöhnliche bzw. ungewöhnlich hohe abzugsfähige Kosten hatte und eine Nachfrage des Finanzamts sehr wahrscheinlich ist. In diesem Fall beschleunigt ein Mitsenden der entsprechenden Belege das Verfahren und ggfs. die Steuererstattung.

 

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Ab 2017 "alte" Kassen ersetzen

Ganz gleich, ob und wie das Gesetz kommt, ab dem 1. Januar 2017 schreibt die Finanzverwaltung elektronische Kassen­systeme vor, die unter anderem Umsätze zehn Jahre lang unverändert speichern. Wer ein solches Kassensystem in seinem Betrieb im Einsatz hat und dieses auch 2017 nutzen möchte, muss dafür sorgen, dass alle gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen erfüllt werden. Entweder muss die alte Kasse aufgerüstet oder – wenn das nicht mehr möglich ist – neue anschafft werden. Bei der nächsten Betriebsprüfung drohen Strafgelder oder der Prüfer verwirft und schätzt die Buchführung. Dies kann dann zu erheblichen Steuernachzahlungen führen.

 

Es wird ab 2017 aber keine Pflicht geben, überhaupt eine elektronische Kasse einzusetzen. Falls eine offene Ladenkasse geführt wird, kann er nicht verpflichtet werden, im nächsten Jahr auf elektronische Kassensysteme umzusteigen.

Falls eine offene Ladenkasse genutzt wird, dann muss täglich ein Kassenbericht geführt werden, der es ermöglicht, dass die Tageseinnahmen rechnerisch ermittelt werden.

 

Beispiel:

Kassenendbestand (Ermittlung durch Zählung)
– Kassenendbestand des Vortages
– Bareinlagen
+ Ausgaben
+ Barentnahmen
= Tagesseinnahmen.

 

Es ist zwingend erforderlich eine tägliche Kassenbestandsaufnahme vorzunehmen und auch zu dokumentieren.

 

 

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